Agendagruppe Klimaschutz

 

Hanspeter Boos

Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben.

 

Martin Heinze

Wenn meine Enkel mich eines Tages fragen sollten: „Was hast Du gemacht angesichts der allgemein verbreiteten zerstörerischen Lebensweise auf unsere Kosten ?“, dann will ich sagen können: „Ich habe mich bemüht.“

 

Anja Ender

Egoistisch? Ich? Na klar! Es geht um den Erhalt meines Lebensraumes und den meiner Familie. Wenn ich die Wahl habe, entscheide ich mich gern für die klimafreundlichere Variante. Meistens zumindest und immer öfter.

 

Lothar Macht

Alle sagten immer „Das geht nicht“, aber dann kam einer, der das nicht wusste – und hat es einfach gemacht … und „es geht“.

 

Werner Lampe

Agenda Klimagruppe nimmt Stellung zur Berichterstattung zum Klimastreik in Zetel am 23.09.202

„Eigentlich ist es nicht „unser Bier“, „das Bier“ der Vareler Agendagruppe „Klimaschutz“ , die wir am „Klimastreik“ in Zetelteilgenommen haben, aber diese kurze Meldung mit falschen Angaben ohne Foto wird der ganzen Sache nicht gerecht, schon gar nicht, wenn ich den Artikel mit dem Foto aus WHV auf NWZ S.1 vergleiche:Da war keine schmelzende Figur aus Eis, sondern ein Eisbär – in vielen Stunden aus Pappmachee gefertigt – auf einer schmelzenden Eisscholle aus Styropor als Symbol für den Rückgang von Lebensräumen vieler Arten. Und da waren keine mehreren kleine Transparente, sondern große selbstgefertigte Banner im Spiel; dazu Plakate DIN A 2 & DIN A 3 und eigentlich zuvorderst zu nennen von Schülerinnen gefertigte Papp-Schilder. Der Satz „Auch zu Verkehrsbehinderungen ist es nicht gekommen“ ist in diesem Zusammenhang von nebensächlichstem Informationsgehalt. Stattdessen hätte man Kernbotschaften der Demonstranten rüberbringen können und die Tatsache, dass die Teilnehmer von Bürgermeister Olaf Oetjen freundlich empfangen wurden.“ Martin Heinze

„Balkonkraftwerke in Varel auf dem Vormasche“

Leserbrief von Martin Heize, Mitglied der Agenda Klimagruppe

„Sie fallen kaum auf, aber sie nehmen in Varel zu: Photovoltaik(PV)-Stecker-Module, auch gerne etwas übertreibend „Balkonkraftwerke“ genannt. Module á 300 W oder Modul-Paare von zusammen 600 W Leistung erlauben die Teilnahme an der Stromwende, wenn man keine Möglichkeit zur Installation einer großen PV-Anlage auf dem Dach hat. Man kann sie über das Geländer eines Balkons hängen, auf einem Flachdach schräg aufständern, auf ein Satteldach montieren oder an die Wand hängen, Stecker in die nächste Steckdose stecken und per Vordruck bei EWE-Netz anmelden. EWE-Netz nimmt daraufhin einen kostenlosen Austausch des Stromzählers vor. Wenn die elektrische Infrastruktur im Haus stimmt, was jeder Elektriker überprüfen kann, steht der persönlichen Stromwende nichts mehr im Weg. Leider ist EWE-Netz seit einigen Wochen nicht willens oder in der Lage, die bis dato in Varel gemeldeten Anlagen zu beziffern. Da fasst man den Strom aus Balkonkraftwerken, der – weil grad nicht selbst verbraucht – in´s Netz fließt, womöglich als störenden „Dreck“ auf.

Die erlaubte Stromeinspeisung von maximal 600 W in das eigene Stromnetz erfordert ein Modul-Paar, das derzeit ca. 1000 € kostet. Dazu kommt vor allem in Altbauten die Ertüchtigung der oftmals veralteten Strom-Infrastruktur, für die rund 500 € anzusetzen sind. Bei freier Süd-Exposition der Anlage ist dann ein Strom-Ertrag von ca. 500 kw/h/Jahr zu erwarten. Dazu eine Beispielrechnung: Setzt man den Strompreis mit 0,30 €/kwh an, dann ergibt sich eine Ersparnis von 150 €/Jahr und somit eine Amortisation der Investition von 10 Jahren. Steigt der Strompreis, dann erfolgen eine entsprechende Ersparnis sowie eine frühere Amortisation. Ebenso ist bei guten Rahmenbedingungen der Haus-Elektrik die Amortisationszeit kürzer. Auch wenn also eine Förderung mit öffentlichen Mitteln nicht nötig ist, wird die Installation in Ganderkesee (NWZ 04.08.22), in Oldenburg Stadt & Landkreis (NWZ 05.08.22) oder in Jever ab 01.01.23 (NWZ 08.09.22) gefördert. Im Landkreis Friesland ist derzeit keine Förderung vorgesehen. Die Agendagruppe „Klimaschutz“ sieht neben der persönlichen Ersparnis zwei weitere Vorteile: breite Sensibilisierung für die variierende „Ernte“ der Sonnenenergie und in der Massenwirkung einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Klimaneutralität der Stromversorgung nach dem Motto „Kleinvieh macht auch Mist““.

Fotos von innerhalb der letzten 12 Monate fertiggestellten Balkonkraftwerken in Varel: R.Ammermann / M.Heinze / S.Schwärmer

 

Agendagruppe „Klimaschutz“ beteiligt sich am Klimacamp in Wilhelmshaven

Vom 11. – 13. Mai 2022 fand in Wilhelmshaven die Umweltministerkonferenz 2022 teil. Ein großes Aktionsbündnis aus vielen verschiedenen Initiativen organisierte dazu ein Klimacamp und eine Großdemo.

Auf dem Klimacamp gab es Workshops, Infostände, Kundgebungen und Mahnwachen, Vorträge und Dialoge. Die Klimagruppe der Agenda Varel hat sich ebenfalls beteiligt.

 

Agendagruppe „Klimaschutz“ nimmt an weiteren Demos teil

Am 22. Oktober 2021 nahmen Mitglieder der Agendagruppe „Klimaschutz“ an zwei Orten am Klimastreik von Fridays for Future teil: Hanspeter Boos und Martin Heinze in Bockhorn (links) und Anja Ender in Berlin (mitte, rechts).

Agendagruppe „Klimaschutz“ fährt mit der Bahn zum Klimastreik

Vorwiegend mit der Bahn, darunter vier Mitglieder der Agendagruppe, fuhren insgesamt 19 Varelerinnen und Vareler am 25. September 2021 zum „Klimastreik“ nach Oldenburg, um die jugen Generation in ihrem Kampf für eine lebenswerte Zukunft zu unterstützen. Rund 4000 Menschen gingen in Oldenburg an diesem Tag auf die Straße. Sie waren der Einladung von „Fridays for Future“ gefolgt. Zwei Tage vor der Bundestagswahl wollten sie auch ruck auf die Politik ausüben und ihren Forderungen noch einmal Gehör verschaffen: die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels bei der Klimaerwärmung, ein früherer Kohleausstieg als 2038 und ein radikales Umdenken in der Gesellschaft. „System Change not Climate Change“ – ein Wandel im System anstatt Klimawandel – war eins der Leitsätze des Protests. Klimagerechtigkeit, und zwar jetzt sofort: Das war die laut und deutlich zu hörende Botschaft der Menschen, die am Freitag dem Aufruf von „Fridays for Future“ gefolgt sind und sich dem achten globalen Klimastreik in Oldenburg angeschlossen haben.

Klimademo in Jever

Zwei Mitglieder der Agendagruppe „Klimaschutz“ haben an der Klimademo am 11. September 2021 in Jever teilgenommen:

Agendagruppe „Klimaschutz“: Antreiber der Energiewende in Varel

Liegenschaften von Stadt und Kreis

1. Stellungnahmen zu:
1.1 PV auf GS Langendamm
1.2 Energetische Modernisierung des LMG
1.3 Neubau Heinz-Neukäter-Schule
1.4 Erweiterung GS Schlossplatz

1.5 Sportplatz Langendamm

1.6 Neubau 12-Familienkomplex Bahnhofstr.
1.7 Solarthermie auf Gebäude Städt. Campingplatz

2.1 Energetische Betrachtung des Meerwasserquellbads
2.2 Impuls: Heizen mittels Wärmepumpe (Sole-Nutzung) ?

3. Anmahnung & Bewertung der überfälligen Energieausweise
4. Mitarbeit in der Fokusberatung

5. Feststellung der PV-Unterrepräsentanz bei Lk-Liegenschaften im Südkreis

6. Basis-Papier „Standards bei Öffentl. Neubauten“
7. Anstoß & Förderung NWZ-Serie „Es geht auch Öko“
8. Anstoß: Energetische Muster-Sanierung der Börse
9. Leserbriefe & Nutzung der Bürgerfragestunde zur Rolle der SDGs in der Kommunalpolitik

10. Leserbriefe zu Earth Hour (Abdruck im Friebo)
11. Hallenbad-Analyse: Verbrauch & Verifizierung der Effizienzmaßnahmen

Verkehrswende

1. Auswertung ADFC-Klima-Test

2. Stellungnahme Straßenplanung Mühlenteich-B 437

3. Mitarbeit Radfahrkonzept
4. Dangast-Verkehrskonzept mit BI abgestimmt & vorgestellt
5. Erste Befassung mit „Alte Bahntrassen zu Freizeit-Radstrecken“

M.H. 15.04.21

Agendagruppe „Klimaschutz“ auf der KLIMAtour am 24.04.2021

Das Diagramm im Hintergrund des Demo-Plakates der Agendagruppe „Klimaschutz“ zeigt die Jahrestemperaturen von 1881 – 2019 in senkrechten Streifen, bezogen auf das Jahresmittel der Dekade 1961-1970. Ist ein Jahr kälter als der Bezugsdurchschnitt, ist es blau (hell oder dunkel). Ist das Jahr wärmer als der Durchschnitt, ist es rot (hell oder dunkel). Die letzten mehr als hundert Jahre zeigen einen deutlichen Temperatur-Trend

Die Nordsee steigt – ja und ?

Jeder weiß, dass im Zuge der Erderwärmung der Meeresspiegel steigt. Küstenschutz und Wissenschaft machen sich seit langem Gedanken (zum Beispiel „Kurswechsel Küste“), aber für die große Mehrheit der Vareler ist das bisher kein Thema. Die Kommunalpolitiker sind erst neuerdings – nach einer Fokusberatung – zu Beschlüssen bereit gewesen, die die Energiewende in Varel voran bringen. Vareler, denen die grundlegende NLWKN-Karte der Überschwemmungsgefahren vorgelegt wurde, reagierten wie folgt:

„Ach, das erlebe ich nicht mehr.“ oder

„Ich wohne so hoch, da kommt das Wasser nicht mehr hin.“

Weder die Lebensbedingungen der kommenden Generationen noch die Tatsache, dass der Geestsporn erstmal trocken bleibt, während die Umgebung weitgehend zur Salzwüste wird, sind Motive für die Übernahme von Klimaverantwortung. Was ist da zu machen ?